Die Weberin Arachne erzürnte einst mit ihrem Talent und ihrer Hybris Pallas Athene und wurde von der Göttin in eine Spinne verwandelt.
Seither fungiert Arachne als Namensgeberin für die Webspinnen und steht zugleich für die enge Verbindung der Spinne mit der Handwerkskunst des Spinnens und Webens. Dieses Handwerk betreiben in Märchen fleißige Mädchen, die faulen drücken sich, suchen und finden Hilfe, zum Beispiel beim Rumpelstilzchen. Wenig Unterstützung erhielten die Weber, deshalb gingen sie auf die Barrikaden, als Maschinen ihnen die Existenzgrundlage bedrohten. Die Webspinne macht sich indessen in moralischen Lehrstücken breit, in Schauergeschichten und Fantasyliteratur.
Eine Sendung von Angelika Thomé